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Review ClipAward 2009

Am 28. März fand zum nunmehr vierten Mal das Low & No-Budget Kurzfilmfestival ClipAward statt, das etwa 300 Besucher in die Katakomben der Universität Mannheim lockte.
Rund 150 Kurzfilme aus ganz Deutschland wurden eingereicht - 17 fiktionale Kurzfilme und 10 Musikvideos schafften es in den Wettbewerb. Zunächst liefen ab 17 Uhr Filme in der Kategorie 'Außer Konkurrenz'. Es folgte eine Podiumsdiskussion mit dem renommierten Filmemacher Yilmaz Arslan ("Brudermord"), Michael Ackermann (Filmcommissioner der Metropoleregion), Karin Heinelt (Projektleiterin des Festivals GirlsGoMovie) sowie den beiden Nachwuchsregisseuren Theresa Schaub und Oliver Krause. Thematisiert wurde vor allem die junge Filmkultur in der Metropolregion, wobei die Diskussion den Fokus auf die Möglichkeiten der Nachwuchsförderung legte.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde startete das Wettbewerbs-Programm, bei dem sich die Zuschauer von der Qualität günstig produzierter Clips überzeugen lassen konnten - die Filmauswahl stand professionellen Produktionen nämlich in fast nichts nach.

Den dritten Platz der Jury belegte "Achsensprung" von Maria Madei aus Leipzig, einem Film über die Langeweile in unserer Gesellschaft und den Wahnsinn, mit dem Menschen sie zu vertreiben versuchen. Platz 2 ging an "A1 - Autobahn" von Dennis Albrecht (Hamburg), in dem ein Mann zwischen neu gewonnener Freiheit und Schuldgefühlen eine neue Perspektive für sein Leben findet. Mit einer gehörigen Portion (Selbst-)Ironie schaffte es der ambitionierte Trashfilm "GUSTO & The Pumpgun Girl" von Daniel Flügge aus Bremen, den bekannten Versatzstücken des Trash- und Zombiegenres neue und überraschende Wendungen abzugewinnen, womit er sich den ersten Platz sicherte.
Wie in den letzten Jahren konnte das Publikum seine Favoriten küren. Bei den Musikvideos setzte sich die Stop-Motion-Animation "Ohne Essen ins Bett" von H1 (Heinz) aus Köln klar von der Konkurrenz ab. Der Clip überzeugte das Publikum durch seine absurd-witzige Machart, die mit einfachsten Mitteln zu begeistern wusste. Bei den Kurzfilmen gewann die Gangster-Komödie "25 Cent" von Sascha Zimmermann aus Hamburg den Publikumspreis.
Im Anschluss an den sechsstündigen Filmmarathon kamen Besucher und Filmemacher beim Get-Together zusammen, das von DJ-Duo Nice & Käytsch & VJ pixelschubser akustisch und visuell gestaltet wurde.